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Schützenverein Berxen von 1909 e.V.

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Chronik Verein Ort Berxen
Nach dem 50jährigen Bestehen des Berxer Schützenvereins wurden die Mitglieder auch sportlich aktiv. Im Jahre 1960 wurden erstmals Vereinsmeister mit dem Luftgewehr und mit dem Kleinkalibergewehr ausgeschossen. Die ersten Vereinsmeister hießen: Luftgewehr: Adolf Müller Kleinkaliber: Hermann Laue Der Schützenverein führte in den folgenden Jahren mehrere Preis- und Pokalschießen durch, bei denen die Schützen viele gemeinsame Stunden verbrachten. Besonders ist aus dem Jahre 1961 zu berichten: in diesem Jahr konnte das sonst in der Vorweihnachtszeit durchgeführte Preisschießen mit Fleischpreisen wegen der Viehseuchengefahr nicht durchgeführt werden. Die Generalversammlung 1963 brachte einige Neuerungen: Fritz Laue, der seit 1953  1. Vorsitzender war, stellte aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung, ebenso sein Stellvertreter Erich Brauer, der infolge Fortzuges aus Berxen aus dem Vorstand ausschied. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde der bisherige Schriftführer Willi Kusserow gewählt, Fritz Brümmer wurde 2. Vorsitzender. In diesem Jahr wurde die Vereinssatzung neu gefasst und beim Amtsgericht die Eintragung als eingetragener Verein vollzogen. Nachwuchssorgen beim sportlichen Schießen hatte der Verein in diesen Jahren nicht. Der damalige Schießwart Adolf Müller brachte einigen Jungschützen in seinem Keller das genaue Zielen bei. Er war ein so guter Lehrmeister, dass diese Jungschützengruppe, zu der Heinrich Fahlenkamp jr., Willy Immoor und Werner Köhler gehörten, in den folgenden Jahren zu der erfolgreichsten unseres Kreisverbandes zählte. Sie wurde auf Anhieb Kreismeister mit dem LG und mit dem KK, nahmen an Bundesvergleichsschießen in Blumenthal und am Jugendtreffen des NWDSB in Bremerhaven teil. In den damaligen Jahren war auch die Beteiligung an der Generalversammlung bedeutend größer, 1965 zählte der Verein 84 Mitglieder, von denen über die Hälfte, nämlich 48 an der Versammlung teilnahmen. Hier beschloss man auch, dass das Schützenfest nicht wie bisher sonntags und montags, sondern am Samstag und Sonntag gefeiert werden sollte. 1966 wurde an diesen Tagen erstmals ein Juniorenkönig ausgeschossen. Der Kassenbestand war in diesen Jahren noch so gering, dass der Juniorenkönig nur durch finanzielle Hilfe von Heinrich Fahlenkamp sen. zu einer Kette und durch Stiftung von Willi Lausch zu einer Scheibe kam. Nicht nur der Kassenbestand war gering, auch die Beteiligung der Berxer Bevölkerung am Erntefest und an der Gedenkstunde am Volkstrauertrag ließen zu wünschen übrig, sodass diese beiden Ereignisse ab 1968 nicht mehr stattfanden. Nach und nach verbesserte sich die finanzielle Lage des Vereins so, dass man 1973, zwar noch zum Teil durch Spenden, automatische KK-Scheiben anschaffen konnte. Ein Jahr später beschlossen die Schützen auf ihrer Generalversammlung, dass auch Frauen dem Verein beitreten können. Dadurch erhöhte sich die Mitgliederzahl ganz beträchtlich. Auch die neu gegründete Damenschießgruppe konnte in den folgenden Jahren Erfolge beim aktiven Schießsport erringen. Nach 25jähriger Vorstandsarbeit übergab Willi Kusserow sein Amt als 1. Vorsitzender an Heinz König. In den folgenden Jahren bewiesen unsere Schützen, dass sie nicht nur mit dem Gewehr gut umgehen können, sondern auch in anderen Sportarten ihren Mann standen. 1979 nahmen sie erstmals an einem Fußballturnier teil und 1983 wurde im Rahmen dieser Veranstaltung auch ein Völkerballturnier durchgeführt. Am 15. Juli 1984 feierte unser Verein sein 75-jähriges Jubiläum. Herrlicher Sonnenschein begleitete den Umzug mit über 400 Teilnehmern durch die festlich geschmückten Straßen im Berxer Holz. Die Ehrengäste waren der Präsident des Bezirksschützenverbandes Grafschaft Hoya Wilhelm Lülker, der Kreispräsident Willi Kusserow, der Samtgemeindebürgermeister Konrad Rothschild und Bürgermeister Heinz Klimisch. Alle sprachen sich lobend über die Aktivitäten der Berxer Schützen aus, die wesentlich zum kulturellen Leben in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen beitrugen. Insbesondere erfreut zeigte sich Herr Klimisch über die große Zahl der jugendlichen Mitglieder in den Reihen der Berxer Schützen, ein Beweis für die ausgezeichnete Jugendarbeit im Verein. Im Anschluß an die Festreden wurde auf dem Festplatz mit allen Gästen das Jubiläum gebührend gefeiert. Ein großer Erfolg war die erste Adventsfeier, die der Schützenverein am 1. Advent 1984 im Gasthaus Fahlenkamp für alle älteren Dorfbewohner veranstaltete. Bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee wurde den Gästen ein Videofilm, der anlässlich des Jubiläums-Schützenfestes aufgenommen wurde, gezeigt. Die Adventsfeier ist bis heute eine regelmäßige Veranstaltung geblieben, denn es hat sich gezeigt, dass derartige Veranstaltungen einen großen Beitrag zur Pflege der Dorfgemeinschaft leisten. 1985 wurde auf einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen, dass ein Hühnerstall beim Vereinswirt Fahlenkamp zu einem Schießstand umgebaut werden sollte.  Er wurde durch Spenden (4 425.- DM) und viele Arbeitseinsätze der Berxer Schützen finanziert. Im Februar 1986 wurde dann der neue Schießstand offiziell eingeweiht. Bis zum heutigen Tage wird er als LG-Schießstand genutzt. Die Generalversammlung 1986 brachte eine große Veränderung des Vorstandes: 1. Vorsitzender wurde Willy Immoor 2. Vorsitzender wurde Werner Köhler Kassenwart Bernd Prumbaum und Schriftführer Heinz König. Mit dem neuen Vorstand wurden wieder viele Aktivitäten in Gang gesetzt. Ausflüge, Fahrradtouren, Erntefest und Osterfeuer fanden wieder regelmäßig statt. Das Erntefest wurde immer in der geschmückten Scheune von Winkelmanns in Bruchhöfen und das Osterfeuer in der Wiese von Dieter Müller gefeiert. Auch unsere Sportschützen waren zu der Zeit sehr erfolgreich. 1988 war Berxen der erfolgreichste Verein des Kreisverbandes Bruchhausen-Vilsen. 1990 war der Berxer Schützenverein erstmalig durch Waldemar Schmidt in München bei den Deutschen Meisterschaften vertreten. 1990 wurde das Dach unseres Schießstandes im Berxer Holz erneuert und ein neues Vordach gebaut. Schützenbruder Dieter Müller spendete das Holz und Schützenbruder Hermann Schwecke organisierte Pflasterarbeiten. Heinrich Mysegades spendete Pflastersteine und Platten. Das Vordach wird nach wie vor beim Königsschießen, welches eine Woche vor dem Schützenfest stattfindet, sowie beim Frühjahrs- und Herbstpreisschießen genutzt. Somit kann, sollte es mal regnen, im Trockenen gegrillt und gefeiert werden. 1994 wurde die neue Fahne geweiht. Nicht zuletzt durch ihre Geschichte stellt die Fahne „ein Bild der Einheit" dar, betonte Pastor Klaus Priesmeier in seiner Rede. Auch in der christlichen Tradition gibt es eine Fahne, die unabhängig von jeder Konfession ist: „die Siegesfahne Christ".Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, nicht die Gemeinschaft mit der Fahne zu beschwören, sondern deren Inhalte. Der Bezirkspräsident Heinz Rösseler weihte die Fahne nach den Grundsätzen des DSB von 1951 1. Lasst uns Brüder sein und unseren Mitmenschen helfen in der Not. 2. Lasst uns echte Patrioten sein und eintreten für Versöhnung, Liebe und Frieden in unserem Volke und in der Welt. 3. Lasst uns grundsatztreue Charaktere sein und mannhaft einstehen für unsere staatsbürgerliche und weltanschauliche Überzeugung. 4. Lasst uns Freunde der Jugend sein und dafür sorgen, dass sie gesund bleibt an Leib und Seele. In diesem Sinne übergab er die neue Fahne dem Schützenverein Berxen e.V. Als Ehrengäste nahmen außerdem die Bürgermeisterin des Fleckens Bruchhausen- Vilsen  Ute Mestwerdt, Kreispräsiden Herbert Wolters und 16 Gastvereine teil. Im April 1996 wurde mit großem Arbeitseinsatz ein großer Teil des Schützenplatzes gepflastert und am 19. Mai mit Kaffee und Kuchen eingeweiht. Nachdem es in den Folgejahren etwas ruhiger zugegangen war, kam kurz nach der Jahrtausendwende auch wieder neuer Schwung in den Verein. Vor allem in der sportlichen Abteilung des Vereins ging es wieder aufwärts. Neben altgedienten Schützen mit teilweise über 40jähriger Schießerfahrung, fanden auch jüngere und zugezogene Neumitglieder den Weg zum Schießstand, der sich nach wie vor im Hof der Vereinsgaststätte Fahlenkamp an der B 6 befindet. Berxer Schützen lassen sich an vorderen Stellen in den Ergebnislisten von Kreis-Bezirks- und Landesmeisterschaften wiederfinden und speziell in der relativ jungen Disziplin des Auflageschießens gehen hervorragende Platzierungen nach Berxen. Stellvertretend für die Liste der schießsportlichen Erfolge kann die Tatsache gewertet werden, dass acht von elf Einträgen in der ewigen Liste der Kreisrekorde in der männlichen Altersklasse durch Berxer Schützen gehalten werden. Der traditionelle Bereich umfasst nach wie vor das 2-tägige Schützenfest am jeweils zweiten Juli-Wochenende auf dem wunderschön gelegenen Festplatz im Berxer Holz, sowie übers Jahr gesehen je ein Preis-, Pokal- und Königsschießen, neben Osterfeuer und der traditionellen Weihnachtsveranstaltung. Viermal im Jahr wird durch Vereinsmitglieder im Ort Altpapier gesammelt und etwa genauso häufig erscheint mit dem „Schützen-Kurier" ein Sprachrohr des Vereins, das an sämtliche Haushalte des Ortes verteilt wird.Im Jahr 2006 errangen erstmalig in der Vereinsgeschichte mit Tanja Oldenburg und Ulrich Arbeitlang zwei Berxer Schützen die Würde der Bezirks- Damenkönigin, bzw. des Bezirks-Alterskönigs. Zwei Jahre später hatte Berxen erneut mit Regina Riedemann eine Bezirks-Alterskönigin aufzuweisen. Im Sommer 2008, rechtzeitig vor Beginn des Schützenfestes, wurde mal wieder ein größerer Arbeitseinsatz durch die Vereinsmitglieder erbracht. Joachim Oldenburg hatte seinen Maschinenpark und sich selbst zur Verfügung gestellt und es wurde ein großer Teil des Schützenplatzes zunächst ausgekoffert, danach mit reinem Bauschutt und Schotter verdichtet und zum Schluss wieder mit Boden belegt. Viele Anhänger Erde, Schutt und Schotter wurden bewegt und danach konnte man Joachim Oldenburg manchen Abend dabei beobachten, wie er das von ihm gesäte Gras bewässert hat, damit der Platz zum Schützenfest auch wieder grün und sauber aussehen konnte. In seinem Jubiläumsjahr hat der Verein 162 Mitglieder, besitzt einen Kleinkaliber- Schießstand und nennt 6 Luft- und 3 KK-Gewehre sein eigen. Es wird sowohl traditionell geschossen bei Pokalwettbewerben und Rundenwettkämpfen auf Kreisebene, als auch sportlich bis hin zur Landesmeisterschaft, was neben entsprechender Ausrüstung auch ein regelmäßiges Training voraussetzt. Mitglieder unseres Vereines bekleiden ganz nebenbei auch noch wichtige Ämter in übergeordneten Verbänden. So kommt der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes NORDWEST und gleichzeitiger Bezirkspräsident genauso aus Berxen wie die Bezirks-Damensportleiterin und der Sportleiter des Kreisverbandes. Auch in einer Zeit, in der es für kleine, dörfliche Vereine immer schwieriger wird zu überleben, blickt der Schützenverein Berxen optimistisch in die Zukunft. Dass es diese vorliegende Festschrift anlässlich des 100jährigen Jubiläums überhaupt gibt, verdanken wir zum größten Teil dem Schützenbruder Heinz König, der im Jahre 2005 viel zu früh verstorben ist. Heinz König hat nicht nur über 27 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit geleistet, sondern hat sich auch nach Abgabe sämtlicher Ämter den Belangen des Vereins mit Leib und Seele zur Verfügung gestellt. In mühevoller Kleinarbeit hat er u.a. in vier großen Ordnern ein umfangreiches Archiv angelegt, in welchem in Zeitungsartikeln, Bildern und eigenen Berichten die Geschichte des Vereins festgehalten wurde.
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Chronik Verein Ort Berxen
Nach dem 50jährigen Bestehen des Berxer Schützenvereins wurden die Mitglieder auch sportlich aktiv. Im Jahre 1960 wurden erstmals Vereinsmeister mit dem Luftgewehr und mit dem Kleinkalibergewehr ausgeschossen. Die ersten Vereinsmeister hießen: Luftgewehr: Adolf Müller Kleinkaliber: Hermann Laue Der Schützenverein führte in den folgenden Jahren mehrere Preis- und Pokalschießen durch, bei denen die Schützen viele gemeinsame Stunden verbrachten. Besonders ist aus dem Jahre 1961 zu berichten: in diesem Jahr konnte das sonst in der Vorweihnachtszeit durchgeführte Preisschießen mit Fleischpreisen wegen der Viehseuchengefahr nicht durchgeführt werden. Die Generalversammlung 1963 brachte einige Neuerungen: Fritz Laue, der seit 1953  1. Vorsitzender war, stellte aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung, ebenso sein Stellvertreter Erich Brauer, der infolge Fortzuges aus Berxen aus dem Vorstand ausschied. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde der bisherige Schriftführer Willi Kusserow gewählt, Fritz Brümmer wurde 2. Vorsitzender. In diesem Jahr wurde die Vereinssatzung neu gefasst und beim Amtsgericht die Eintragung als eingetragener Verein vollzogen. Nachwuchssorgen beim sportlichen Schießen hatte der Verein in diesen Jahren nicht. Der damalige Schießwart Adolf Müller brachte einigen Jungschützen in seinem Keller das genaue Zielen bei. Er war ein so guter Lehrmeister, dass diese Jungschützengruppe, zu der Heinrich Fahlenkamp jr., Willy Immoor und Werner Köhler gehörten, in den folgenden Jahren zu der erfolgreichsten unseres Kreisverbandes zählte. Sie wurde auf Anhieb Kreismeister mit dem LG und mit dem KK, nahmen an Bundesvergleichsschießen in Blumenthal und am Jugendtreffen des NWDSB in Bremerhaven teil. In den damaligen Jahren war auch die Beteiligung an der Generalversammlung bedeutend größer, 1965 zählte der Verein 84 Mitglieder, von denen über die Hälfte, nämlich 48 an der Versammlung teilnahmen. Hier beschloss man auch, dass das Schützenfest nicht wie bisher sonntags und montags, sondern am Samstag und Sonntag gefeiert werden sollte. 1966 wurde an diesen Tagen erstmals ein Juniorenkönig ausgeschossen. Der Kassenbestand war in diesen Jahren noch so gering, dass der Juniorenkönig nur durch finanzielle Hilfe von Heinrich Fahlenkamp sen. zu einer Kette und durch Stiftung von Willi Lausch zu einer Scheibe kam. Nicht nur der Kassenbestand war gering, auch die Beteiligung der Berxer Bevölkerung am Erntefest und an der Gedenkstunde am Volkstrauertrag ließen zu wünschen übrig, sodass diese beiden Ereignisse ab 1968 nicht mehr stattfanden. Nach und nach verbesserte sich die finanzielle Lage des Vereins so, dass man 1973, zwar noch zum Teil durch Spenden, automatische KK-Scheiben anschaffen konnte. Ein Jahr später beschlossen die Schützen auf ihrer Generalversammlung, dass auch Frauen dem Verein beitreten können. Dadurch erhöhte sich die Mitgliederzahl ganz beträchtlich. Auch die neu gegründete Damenschießgruppe konnte in den folgenden Jahren Erfolge beim aktiven Schießsport erringen. Nach 25jähriger Vorstandsarbeit übergab Willi Kusserow sein Amt als 1. Vorsitzender an Heinz König. In den folgenden Jahren bewiesen unsere Schützen, dass sie nicht nur mit dem Gewehr gut umgehen können, sondern auch in anderen Sportarten ihren Mann standen. 1979 nahmen sie erstmals an einem Fußballturnier teil und 1983 wurde im Rahmen dieser Veranstaltung auch ein Völkerballturnier durchgeführt. Am 15. Juli 1984 feierte unser Verein sein 75-jähriges Jubiläum. Herrlicher Sonnenschein begleitete den Umzug mit über 400 Teilnehmern durch die festlich geschmückten Straßen im Berxer Holz. Die Ehrengäste waren der Präsident des Bezirksschützenverbandes Grafschaft Hoya Wilhelm Lülker, der Kreispräsident Willi Kusserow, der Samtgemeindebürgermeister Konrad Rothschild und Bürgermeister Heinz Klimisch. Alle sprachen sich lobend über die Aktivitäten der Berxer Schützen aus, die wesentlich zum kulturellen Leben in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen beitrugen. Insbesondere erfreut zeigte sich Herr Klimisch über die große Zahl der jugendlichen Mitglieder in den Reihen der Berxer Schützen, ein Beweis für die ausgezeichnete Jugendarbeit im Verein. Im Anschluß an die Festreden wurde auf dem Festplatz mit allen Gästen das Jubiläum gebührend gefeiert. Ein großer Erfolg war die erste Adventsfeier, die der Schützenverein am 1. Advent 1984 im Gasthaus Fahlenkamp für alle älteren Dorfbewohner veranstaltete. Bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee wurde den Gästen ein Videofilm, der anlässlich des Jubiläums-Schützenfestes aufgenommen wurde, gezeigt. Die Adventsfeier ist bis heute eine regelmäßige Veranstaltung geblieben, denn es hat sich gezeigt, dass derartige Veranstaltungen einen großen Beitrag zur Pflege der Dorfgemeinschaft leisten. 1985 wurde auf einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen, dass ein Hühnerstall beim Vereinswirt Fahlenkamp zu einem Schießstand umgebaut werden sollte.  Er wurde durch Spenden (4 425.- DM) und viele Arbeitseinsätze der Berxer Schützen finanziert. Im Februar 1986 wurde dann der neue Schießstand offiziell eingeweiht. Bis zum heutigen Tage wird er als LG-Schießstand genutzt. Die Generalversammlung 1986 brachte eine große Veränderung des Vorstandes: 1. Vorsitzender wurde Willy Immoor 2. Vorsitzender wurde Werner Köhler Kassenwart Bernd Prumbaum und Schriftführer Heinz König. Mit dem neuen Vorstand wurden wieder viele Aktivitäten in Gang gesetzt. Ausflüge, Fahrradtouren, Erntefest und Osterfeuer fanden wieder regelmäßig statt. Das Erntefest wurde immer in der geschmückten Scheune von Winkelmanns in Bruchhöfen und das Osterfeuer in der Wiese von Dieter Müller gefeiert. Auch unsere Sportschützen waren zu der Zeit sehr erfolgreich. 1988 war Berxen der erfolgreichste Verein des Kreisverbandes Bruchhausen-Vilsen. 1990 war der Berxer Schützenverein erstmalig durch Waldemar Schmidt in München bei den Deutschen Meisterschaften vertreten. 1990 wurde das Dach unseres Schießstandes im Berxer Holz erneuert und ein neues Vordach gebaut. Schützenbruder Dieter Müller spendete das Holz und Schützenbruder Hermann Schwecke organisierte Pflasterarbeiten. Heinrich Mysegades spendete Pflastersteine und Platten. Das Vordach wird nach wie vor beim Königsschießen, welches eine Woche vor dem Schützenfest stattfindet, sowie beim Frühjahrs- und Herbstpreisschießen genutzt. Somit kann, sollte es mal regnen, im Trockenen gegrillt und gefeiert werden. 1994 wurde die neue Fahne geweiht. Nicht zuletzt durch ihre Geschichte stellt die Fahne „ein Bild der Einheit" dar, betonte Pastor Klaus Priesmeier in seiner Rede. Auch in der christlichen Tradition gibt es eine Fahne, die unabhängig von jeder Konfession ist: „die Siegesfahne Christ".Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, nicht die Gemeinschaft mit der Fahne zu beschwören, sondern deren Inhalte. Der Bezirkspräsident Heinz Rösseler weihte die Fahne nach den Grundsätzen des DSB von 1951 1. Lasst uns Brüder sein und unseren Mitmenschen helfen in der Not. 2. Lasst uns echte Patrioten sein und eintreten für Versöhnung, Liebe und Frieden in unserem Volke und in der Welt. 3. Lasst uns grundsatztreue Charaktere sein und mannhaft einstehen für unsere staatsbürgerliche und weltanschauliche Überzeugung. 4. Lasst uns Freunde der Jugend sein und dafür sorgen, dass sie gesund bleibt an Leib und Seele. In diesem Sinne übergab er die neue Fahne dem Schützenverein Berxen e.V. Als Ehrengäste nahmen außerdem die Bürgermeisterin des Fleckens Bruchhausen-Vilsen  Ute Mestwerdt, Kreispräsiden Herbert Wolters und 16 Gastvereine teil. Im April 1996 wurde mit großem Arbeitseinsatz ein großer Teil des Schützenplatzes gepflastert und am 19. Mai mit Kaffee und Kuchen eingeweiht. Nachdem es in den Folgejahren etwas ruhiger zugegangen war, kam kurz nach der Jahrtausendwende auch wieder neuer Schwung in den Verein. Vor allem in der sportlichen Abteilung des Vereins ging es wieder aufwärts. Neben altgedienten Schützen mit teilweise über 40jähriger Schießerfahrung, fanden auch jüngere und zugezogene Neumitglieder den Weg zum Schießstand, der sich nach wie vor im Hof der Vereinsgaststätte Fahlenkamp an der B 6 befindet. Berxer Schützen lassen sich an vorderen Stellen in den Ergebnislisten von Kreis-Bezirks- und Landesmeisterschaften wiederfinden und speziell in der relativ jungen Disziplin des Auflageschießens gehen hervorragende Platzierungen nach Berxen. Stellvertretend für die Liste der schießsportlichen Erfolge kann die Tatsache gewertet werden, dass acht von elf Einträgen in der ewigen Liste der Kreisrekorde in der männlichen Altersklasse durch Berxer Schützen gehalten werden. Der traditionelle Bereich umfasst nach wie vor das 2- tägige Schützenfest am jeweils zweiten Juli- Wochenende auf dem wunderschön gelegenen Festplatz im Berxer Holz, sowie übers Jahr gesehen je ein Preis-, Pokal- und Königsschießen, neben Osterfeuer und der traditionellen Weihnachtsveranstaltung. Viermal im Jahr wird durch Vereinsmitglieder im Ort Altpapier gesammelt und etwa genauso häufig erscheint mit dem „Schützen- Kurier" ein Sprachrohr des Vereins, das an sämtliche Haushalte des Ortes verteilt wird.Im Jahr 2006 errangen erstmalig in der Vereinsgeschichte mit Tanja Oldenburg und Ulrich Arbeitlang zwei Berxer Schützen die Würde der Bezirks-Damenkönigin, bzw. des Bezirks-Alterskönigs. Zwei Jahre später hatte Berxen erneut mit Regina Riedemann eine Bezirks- Alterskönigin aufzuweisen. Im Sommer 2008, rechtzeitig vor Beginn des Schützenfestes, wurde mal wieder ein größerer Arbeitseinsatz durch die Vereinsmitglieder erbracht. Joachim Oldenburg hatte seinen Maschinenpark und sich selbst zur Verfügung gestellt und es wurde ein großer Teil des Schützenplatzes zunächst ausgekoffert, danach mit reinem Bauschutt und Schotter verdichtet und zum Schluss wieder mit Boden belegt. Viele Anhänger Erde, Schutt und Schotter wurden bewegt und danach konnte man Joachim Oldenburg manchen Abend dabei beobachten, wie er das von ihm gesäte Gras bewässert hat, damit der Platz zum Schützenfest auch wieder grün und sauber aussehen konnte. In seinem Jubiläumsjahr hat der Verein 162 Mitglieder, besitzt einen Kleinkaliber-Schießstand und nennt 6 Luft- und 3 KK-Gewehre sein eigen. Es wird sowohl traditionell geschossen bei Pokalwettbewerben und Rundenwettkämpfen auf Kreisebene, als auch sportlich bis hin zur Landesmeisterschaft, was neben entsprechender Ausrüstung auch ein regelmäßiges Training voraussetzt. Mitglieder unseres Vereines bekleiden ganz nebenbei auch noch wichtige Ämter in übergeordneten Verbänden. So kommt der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes NORDWEST und gleichzeitiger Bezirkspräsident genauso aus Berxen wie die Bezirks- Damensportleiterin und der Sportleiter des Kreisverbandes. Auch in einer Zeit, in der es für kleine, dörfliche Vereine immer schwieriger wird zu überleben, blickt der Schützenverein Berxen optimistisch in die Zukunft. Dass es diese vorliegende Festschrift anlässlich des 100jährigen Jubiläums überhaupt gibt, verdanken wir zum größten Teil dem Schützenbruder Heinz König, der im Jahre 2005 viel zu früh verstorben ist. Heinz König hat nicht nur über 27 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit geleistet, sondern hat sich auch nach Abgabe sämtlicher Ämter den Belangen des Vereins mit Leib und Seele zur Verfügung gestellt. In mühevoller Kleinarbeit hat er u.a. in vier großen Ordnern ein umfangreiches Archiv angelegt, in welchem in Zeitungsartikeln, Bildern und eigenen Berichten die Geschichte des Vereins festgehalten wurde.
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